Fast 10 Millionen Hunde leben allein in Deutschland – und das heißt, dass mehr als acht Prozent der Bundesbürger ihr Leben mit einem Vierbeiner teilen. Zum Vergleich: in Frankreich halten mehr als 38 Prozent der Landsleute dort einen (oder mehrere) Hund(e). Nur, was passiert mit dem Tier, wenn „Herrchen“ oder „Frauchen“ in den Urlaub fährt, ins Krankenhaus muss oder beruflich verreist!? Einige beauftragen ein Familienmitglied oder einen Freund damit, den Hund in dieser Zeit zu versorgen. Wer diese Möglichkeit nicht hat, der kann seinen Liebling auch in die professionellen Hände einer Hundepension geben. Hier ist alles dafür ausgerichtet, dass sich der schwanzwedelnde Gast auch wirklich wohlfühlt: er wird gefüttert, gekämmt und bekommt zu dem seine gewohnten Schmuseeinheiten. In der Regel werden die Tiere in kleine Hundegruppen integriert, in die sie möglichst perfekt hineinpassen (Größe, Charakter etc.). Oberste Priorität sollte dabei sein, dass sich die Hunde miteinander vertragen. Sehr schön ist es z.B., wenn diese aus ihren Räumlichkeiten direkt in die Außenanlagen gelangen können – denn dort geht’s richtig rund: es wird gespielt, getobt und Spaß gemacht – außerdem steht meistens die Disziplin „Kräftemessen“ auf dem Programm! Ganz wichtig: in einer guten Hundepension sollten die Tiere täglich ausreichend Auslauf bekommen. Einige Hotels bieten sogar den Service an, mit den tierischen Gästen zusätzlich noch ausgiebige Wald- oder Feldspaziergänge zu machen. Interessant sind auch Angebote, bei denen der Hund während seines Pensionsaufenthaltes trainiert bzw. geschult werden kann. Hier können (Hunde)Manieren erlernt bzw. erweitert oder bestimmte Problemlösungen „in Angriff“ genommen werden.
Hier lässt es sich aushalten: die Hundepension!Am besten sollte die jeweilige Hundepension immer selbst in Augenschein genommen werden – und das mit dem eigenen Hund. Wer vorher einen Termin vereinbart hat, der wird meist auch gerne durch die Anlagen der Pension geführt und bekommt die Räumlichkeiten und Außenbereiche gezeigt (wenn dieses nicht möglich sein sollte, ist „Vorsicht“ angesagt). An diesem Tag können auch wichtige Fragen geklärt werden (diese möglichst im Vorfeld schon formulieren und festhalten!) – wie z.B.: Welche Philosophie vertritt die Hundepension!? Wie sind die Tagesabläufe der tierischen Gäste gestaltet!? Oder: welche „Extras“ gibt es und was kosten diese!? Apropos „Tagesabläufe“ – um sich wirklich „pudelwohl“ fühlen zu können, brauchen die Vierbeiner einen gewissen Rhythmus, der sich immer wiederholen sollte. In einer guten Hundepension sind die Betreuer und das Personal speziell darauf geschult, sie übernehmen quasi die Rolle des Alpha-Tieres und somit müssen sich die anderen Mitglieder des Rudels unterordnen! Viele Hundepensionen bieten ihren Gästen zusätzlich verschiedene Spieltage und Sportmöglichkeiten an – wie z.B. Mobility (selbst für Anfänger gut geeignet). Hier gibt es u.a. einen Hindernisparcours, der möglichst korrekt von den Hunden bewältigt werden sollte. Interessant ist auch, dass die Tiere beim Mobility mit den unterschiedlichsten Dingen und Gegenständen aus unserem Alltag konfrontiert werden – so lernen sie z.B. über Planen zu laufen oder Leitern hochzuklettern. Und das stärkt die kleinen Lieblinge auch für viele künftige Abenteuer.
Zum „Schwanzwedeln“ schön: die Hundepension!Wer eine geeignete Hundepension entdeckt hat, der bekommt viele Infos zu den jeweiligen Pensionen oft schon vorweg über das Internet. Toll ist z.B., dass hier viele Fragen, die immer wieder auftauchen, schon beantwortet werden. Wichtig: eine Hundepension sollte immer zu den individuellen Bedürfnissen des jeweiligen Tieres passen! So sollten hier z.B. die Tiere, die sich mit ihren Artgenossen einfach nicht vertragen wollen, einen eigenen Platz zugewiesen bekommen, an dem sie wirklich alleine gehalten werden können. Umso wichtiger ist es natürlich, dass sich das Personal in diesem Fall noch intensiver um diesen „Einzelgast“ kümmert, damit er sich richtig wohlfühlen kann. Weiterhin sollte eine gute Hundepension ihren tierischen Gästen mindestens großzügige und artgerecht ausgestattete Zwinger anbieten. Es gibt zu dem auch Unternehmen, die viele natürliche Auslaufmöglichkeiten auf ihrem (Spaß)Programm haben – hier können sich die Vierbeiner absolut austoben und auf verschiedenste Entdeckungstouren gehen. Doch: bevor das Haustier dort „einchecken“ kann, sollte es vom Tierarzt untersucht werden. Die künftigen Pensionsgäste dürfen z.B. keine Parasiten (Flöhe, Zecken) haben, zu dem sollten sie geimpft und möglichst entwurmt sein (keine ansteckenden Krankheiten!). Tipp: bei chronischen Krankheiten ist es wichtig, dass die Pensionsmitarbeiter genauestens darüber informiert werden – auch was z.B. die Verabreichung von Medikamenten betrifft. Absolut empfehlenswert ist die Hundehaftpflichtversicherung - die Gefahr, dass der Vierbeiner einen Schaden anrichten könnte, ist leider sehr hoch! Außerdem sollten Herrchen oder Frauchen für den Notfall eine Urlaubsadresse hinterlassen – inklusive Telefonnummer. Tiere, die immer wieder unter Trennungsängsten leiden, können vor dem „Einchecken“ einige Male in der Pension vorbeischauen. So eingewöhnen sie sich wenigstens etwas ein – und bei so manchem „Angst“-Patienten hat dies schon Wunder gewirkt.
Hier eine Übersicht der Tipps:
- Vorher einen Blick auf die Pension werden
- geschultes Personal ist Voraussetzung
- schauen Sie im Internet nach Erfahrungsberichten
- immer den Impfpass mitgeben
- Lieblingsdecke und Lieblingsspielzeug mitgeben
- Ihren Hunde vorher impfen und entwurmen
- Ihr Hund muss frei von Parasitin sein
- Medikamente, wenn nötig, mitgeben
- Urlaubsadresse und Telefonnummer hinterlassen
- Täglich viel Auslauf für Ihren Vierbeiner
- Schließen Sie eine Hundehaftpflichtversicherung ab